Urban gardening

Urban gardening Tour bei der Expedition Colonia

Dieses Jahr haben wir uns eher sportliche Aktivitäten herausgesucht – 2 Fahrradtouren! Die erste war dieses Wochenende, es war eine Tour durch einige der Urban Gardens in Kön (siehe Wikipedia).

Ich kannte bisher nur die Carlsgärten in Mülheim und als unser Tourguide die Route erklärte, war ich nicht nur erstaunt, dass wir die nicht besuchen, sonder wieviel andere es in Köln gibt!

Die Tour startete in Deutz, zuerst ging es nach Kalk in die Pflanzstelle. Fand ich schon sehr beeindruckend, da hier der Mobilitätsgedanke auch sehr im Vordergrund stand – gerade im Vergleich zu den späteren Gärten, die deutlich größer und von meiner Wahrnehmung auch nicht so von einem Umzug bedroht sind. Da das unser erster Garten war, stellten wir hier noch am meisten Basisfragen (wo kommen Paletten her, Big Packs oder Reissäcke, etc), ich fand den Garten auch im Rückblick noch am nettesten, da hier das “urban” nicht ganz so sichtbar war, der Garten ist auf einer Grünfläche mit natürlichen Bäumen angelegt. Er ist allerdings auch von den Bauarbeiten in der Umgebung bedroht, der Mietvertrag wird immer nur für 3 Monate verlängert – ich drücke dem Projekt die Daumen. Besonders gut gefiel mir auch der kreative Umgang mit Paletten, die ersten 4 Bilder geben einen guten Eindruck – die Baumumrandung hätte ich auch gerne bei unserem Baum!

Danach ging es an den Rhein, über die Rheinbrücke im Süden, an dem Vine-Walk vorbei (die uns allerdings ignorierten 🙁 ) und zu Neuland (Fotos 4 und 5),. Das fand ich eher beeindruckend als schön/niedlich (im direkten Vergleich zur Kalker Pflanzstelle), hier gibt es einen anderen Organisationsgrad und eine Professionalität, die ein kleiner Garten aber auch einfach nicht benötigt. Neuland ist mit einem Budget von 200 Eu gestartet und hat jetzt über 15000 qm und 1.5 festangestellte Kräfte! Besonders beeindruckt hat mich auch der Wirtschaftskreislauf, der hier stattfindet. Zum Beispiel mussten 10 cm Boden aufgeschüttet werden, da der Untergrund zu belastet war, allerdings muss dieser Boden (Entsorgungskosten) vom Untergrund getrennt sein. Die Lösung war einfach und eine Win-Win für die jeweiligen Parteien, aber auf diese muss man erst mal kommen: Die Erde kommt von Tennisplatzerneuerungen und hätte ansonsten kostspielig entsorgt werden müssen, die Planen um die beiden Untergründe zu trennen wäre sonst ebenfalls kostenpflichtig auf den Müll gewandert. Die Pflanzkisten sind zum Teil alte Transportboxen der U-Bahn (da tut die mal was gutes!), die Bau-Container kommen aus dem Odonien, als die dort entfernt werden mussten etc. Alles in allem ein spannendes Projekt, da – bedingt durch die Größe – sich auch die klassischen Konflikte bei vielen Beteiligen und einem basisdemokratischem Prozess ergeben. So gibt es z.B. die Gemüse und Kräuterfraktion :-). Bei Neuland hab ich auch die erste Foodsharing-Box in Köln entdeckt! KSTA Artikel zu Neuland

Die nächste Station war der Campusgarten (Bild 8)– wieder ein ganz anderes Konzept. Keine Organisationsstrukturen – die werden aber auch nicht so benötigt, da die Miete des Geländes über den Asta vorgenommen wird. Spannend fand ich hier, dass das trotzdem funktioniert (trotz Studi-fluktuation) und dass auch die Nachbarn einfach mithelfen. Der Campusgarten ist derzeit relativ klein, da Bauarbeiten die Hälfte des Gartens derzeit belegen, aber er sollte wieder größer werden – und ist mitten in der Stadt!

Zum Schluss ging es dann in den Gartenbahnhof (Bild 8-10)- direkt neben Jack in the Box. Obwohl wir da ja schon ein paar Mal waren, ist mir der Garten da nie so aufgefallen, ist auch erst vor kurzem da hingezogen.  Auf der Webseite sieht man ganz gut, warum die Gärten mit den Pflanzboxen und mobilen Einheiten arbeiten, dass macht einen Umzug mit Gabelstapler und Auto deutlich einfacher (und ist billiges Baumaterial). Die Macher da planen auch einen Biergarten und ein paar Aktivitäten mit Jack in the Box – klang ganz vielversprechend. Von der Anmutung her war das zwar ein kleinerer Garten, aber bedingt durch die Lage war das der “urbanste” – viel Industrie und Brache aussen herum und dann eine kleine grüne Oase (sogar mit etwas Rollrasen), aber auch diese Oase voll mit “Industrie-Anmutung”, voller Baumaterial, Kies/Schotter, Kisten…

Alles in allem eine schöne Tour, wir waren über 4 Stunden unterwegs und haben viele Inspirationen sammeln können, sowohl für unseren Garten/Balkon als auch von der Stadt Köln, da waren ein paar Ecken dabei, die wir bisher noch nicht kannten. Zudem habe ich den festen Plan, dass wir bald auch 2 Pflanzkisten aus Einwegpaletten auf dem Balkon haben!

Wer sich weiter über das Thema informieren möchte, findet einen Artikel mit einer Übersicht beim KSTA, zudem gibt es eine Facebook-Seite Urban gardening Köln.

Während der Führung wurde uns auch noch eine alte Trasse der HGK gezeigt – es gibt anscheinend Pläne, die – analog zu dem Highline Path in New York (den ich auch noch wirklich gerne sehen würde) umzubauen und als grüne Ader durch Köln zu ziehen. Ehrlicherweise bin ich da nicht so zuversichtlich, dass das klappt (und das das atraktiv für Touristen wird), da die Stadt Köln bei innovativen Ideen nicht sooo schnell dabei ist …

Spotify update

Cool, jetzt muss das nur noch die Sonos App verstehen!

blogbleistift:

Ahhhh! Danke Spotify.

Endlich muss man nicht mehr jedes Album als Playliste abspeichern, sondern kann einfach auf “speichern” klicken, sodass alle Alben, Künstler oder Songs durchgeblättert werden können. Der Screenshot zeigt die neue Künstler-Ansicht, die ich in diesem Fall nach Alphabet sortiert habe. Die Sortierung nach Zeitpunkt des Hinzufügens geht aber auch. In der letzten Zeit war das mit den Playlists für mich extrem umständlich, weil die Liste einfach immer länger wurde und keine Suche oder Sortierung möglich war. Daraufhin habe ich mich einmal ein/zwei Stunden hingesetzt und die Künstler alle nach Genre in Playlisten-Ordner einsortiert, um zumindest einigermaßen durchzublicken. Gut, dass Spotify meine unausgesprochene Unzufriedenheit erhört hat.

Update: heute Morgen habe ich gesehen, dass die iPhone App jetzt ähnlich organisiert ist. Dort gibt es den Menüpunkt “Meine Sammlung”, der sich dann praktisch aufteilt in Playlisten, Künstler, Alben und Songs. Sehr schön.

Ein Problem habe ich allerdings noch mit der App. Dort möchte ich ja eigentlich in 99% der Fälle nur das angezeigt bekommen, was ich auch offline verfügbar gemacht habe. Es ist nervig, durch die Playlisten bzw. Künstler zu scrollen und die heruntergeladenen zwischen den nicht-heruntergeladenen zu finden. Als Lösung habe ich einen Ordner namens “mobil offline” angelegt, in den ich dann immer wieder die Künstler einsortiere und offline verfügbar mache, die ich momentan hören will. Das ist aber auch nur eine Improvisierung und dürfte gern auch noch durch eine richtige Funktion ersetzt werden, die das Musikhören unterwegs praktischer macht.

#carsofcologne #thisiscologne

Blogparade Lieblingsessen – mein Beitrag

Die Futterqueen hatte zur Blogparade “Lieblingsgericht” aufgerufen und ich wollte da noch unbedingt etwas vor Ablauf der Deadline beitragen – allerdings leicht abgewandelt.

Ein Lieblingsgericht (betone EIN) habe ich eigentlich nicht, mir geht es da glaube ich ähnlich wie einigen anderen Blogparadenkollegen. Klar, die meisten genannten Gerichte mag ich auch gern, so ein leckeres Vitello Tonnato rockt meist mehr als irgendein Secondo, das aus Fleisch mit Beilage besteht – gerade wenn die Qualität gut ist!

Auch das Panacotta, das ich schon in einem der letzten Blogeinträge erwähnte, ist ganz weit vorne mit dabei, wie auch einige schwäbische Klassiker. Auch hier gilt, dass bei der richtigen Qualität und Zubereitung das sehr lecker sein kann – muss auch hier nicht immer das Schäumchen sein (das auch lecker sein kann!).

Schwieriger wird es dann bei Lieblingsgerichten, die der Partner nicht mag. imipressionen mag Spinat sehr. Ich eher gar nicht. Unvergessen der erste Besuch bei Ihrer besten Freundin K., bei dem mir vorher immer angepriesen wurde, wie toll diese doch kochen könnte! Ich antwortete daher auf die Frage, ob ich hungrig sei mit einem klaren “Ja, sehr” – in Erwartung eines leckeren Pastagerichts. Nachdem dann ein grosser, sehr grosser Haufen Nudeln auf meinem Teller lag, wurde bekanntgegeben, dass die Soße – da imipressionen das ja sehr möge – eine Käse-Spinatsoße sei.  Das dann zu Essen war eines der größten Opfer unserer Beziehung :-), daß es als Nachtisch noch Tiramisu gab (ich trinke kein Alkohol, mag keinen Kaffee) machte den Abend dann durchweg gelungen.

So ähnlich muss es dann imipressionen gegangen sein, als ich mir mal eines meiner Lieblingsgerichte meiner Jugend wünschte – Gaisburger Marsch(ist übrigens auch eine Lösung auf eine Frage bei Quizduell, hab den Screenshot leider gelöscht:-( ). Ich schwärmte im Vorfeld wahrscheinlich ähnlich enthusiastisch davon wie Sie von K.s Kochkünsten und die Überaschung/Enttäuschung war sicher ähnlich gross.

Für mich ist Gaisburger Marsch immer ein Stück Kindheit – die heißen Kartoffeln, an denen man sich ggfs den Gaumen verbrennt, die Brühe (hausgemacht, lecker, mit Fettaugen), das Siedfleisch. Dann noch Spätzle dazu – so simpel und doch lecker! Für Imipressionen war das allerdings nur “Brühe mit Fleisch”.

Genau das ist dann auch das, warum ich über genau dieses Gericht bloggen wollte. Ein Gericht, welches beide mögen mag zwar auch lecker sein – aber auch unspannend. Ich finde es gerade interessant zu sehen – gerade bei einem der Lieblingsgerichte – wieviel die Erinnerungen so eine Präferenz zum Lieblingsgericht prägen und wie sehr dann auch innerhalb einer Beziehung, in der wir sehr viele Sachen ähnlich sehen, dann doch auseinandergehen kann.

Wobei man hier auch Toleranz üben muss. Also weniger “man” als natürlich  imipressionen – ich verstehe ja bis heute immer noch nicht, wie man Spinat mögen und/oder Gaisburger Marsch nicht mögen kann 🙂 Wo Spinat doch eindeutig “bäääääääää” ist!

Wer jetzt neugierig geworden ist und gerne ein Rezept hätte: Stilgerecht beim SWR3 hab ich eins gefunden

Konzerte, Konzerte, Konzerte

Demnächst stehen 3 Konzerte an – wobei ich es allerdings nur zu zwei schaffen (ist das eigentlich schwäbisch?) werde, da ich bei einem der Konzerte auf einer Dienstreise bin – hat jemand Interesse an einer Whomadewho Karte?

Das ist nämlich das erste Konzert, für das ich mir Karten besorgt hatte. Whomadewho habe ich bisher zweimal live gesehen, einmal auf der c/o Pop im Gloria – da kannte ich die noch nicht so wirklich und dann im CBE. Diesmal treten sie im Stollwerk auf, ursprünglich war das Luxor geplant, aber besser so, das Luxor mag ich nicht als Konzertlocation. Der Auftritt im CBE hat mir deutlich besser gefallen, war ein super Konzert und es ist schade, dass es diesmal nicht klappt. Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine Karte abzugeben hätte? Die neue Platte ist auch ganz gut!

Einen Tag später dann Dillon, auch im Stollwerk. Dillon hatte ich ja kurz (ca 20 Minuten) auf dem Berlnfestival gesehen, bevor wir dann zu Björk weiterzogen, fand ich aber da schon super. Sehr düster, minimalistisches Bühnenbild/Setting, hat perfekt gepasst. Die neue Platte ist auch schon raus, ist nicht schlecht, da muss ich mich aber noch etwas “reinhöhren”, Dillon ist nun unbedingt nicht die gute Laune Mitsingmusik, die sofort im Ohr hängenbleibt.

Zu guter Letzt kommt Hercules and Love Affair wieder nach Köln ins CBE und da freu ich mich auch schon richtig – das letzte Konzert (damals auch im CBE) hat richtig gerockt, das ist – im Gegensatz zu Dillon – auch Musik die länger im Ohr bleibt und zum Bewegen animiert.

Ansonsten habe ich noch nichts wirklich zwingendes an Konzertbesuchen für April/Mai entdeckt, da waren die ersten Monate doch voller mit guten Acts.. Aber das kann ja noch werden!

Keine de:bug mehr

Keine de:bug mehr #argh #sigh

Letzte Woche war echt viel los – Blogst, Konzerte, Litcologne, 3 Zahnarztbesuche, etc. Aber das waren ja alles – bis auf das letzte – positive Aktivitäten. Daher kam ich nicht so zum bloggen wie geplant und bin jetzt mit der shocking/breaking news hinterndran und so aktuell wie print normalerweise ist *scnr*: die De:bug stellt die Printausgabe ein.

Jetzt ist das wahrscheinlich ausserhalb einer eng begrenzten Zeigruppe kein weltbewegendes Ereignis – für mich aber durchaus bedauerlich und eine Gelegenheit, kurz zurückzublicken.

Ich lese die de:bug seit ca 15 Jahren – nicht von Anfang an, aber doch ziemlich nah dran. Der Plattenladen in meinem Studienort hatte die so ab Ausgabe 10 (+-3) und ich war da sofort angefixt.Leider kamen nicht alle Ausgaben nach Konstanz oder manchmal auch zuwenige, aber die de:bug war ein Grund mehr, mich öfters im Plattenladen blicken zulassen, immer mit der Hoffnug, dass da die de:bug (und *erröt* auch die Groove) rumliegen würden. Wobei, der major selling point der Groove war ja eigentlich immer Hotze (HOTZE), während die de:bug einfach eine coole Kombination aus einer breiten Themenwelt war und auch durchaus ein Trendvermittler in die süddeutsche Provinz. Das Abo dürfte ich so seit 1997-98 haben und auch wenn es – Tanith beschreibt das in seinem Blogeintrag ganz gut – auch mal Schwächephasen gab, ist das de:bug Abo nie in Frage gestellt worden – die Brandeins kam 3 Jahre später und beide habe ich seitdem abonniert, ohne Unterbrechung.

Auch wenn es einen gravierenden Umbruch gab, der meine Treue in Frage stellte – der Formatwechsel. Weg vom tollen, knisternden Papier, hin zu einem schnöden Magaziin. imipressionen hat die de:bug nie gelesen, aber ist bis heute noch der Meinung, dass keine andere Zeitung so toll kniosterte, wenn man sie im Bett neben ihr las. Allein dafür lohnte sich das Abo, umso größer der Umgewohnungseffekt 🙂

Wenn wir schon bei groß sind: Durch die Plattenkritiken (ganz groß!) habe ich viele neue, spannende Musik entdeckt, die mir sonst verborgen geblieben wäre. Keine Ahnung, ob die Crew die Website weiterführt denn – und das ist ja der traurige Anlass des Artikels – die Printausgabe wird eingestellt.

Kann ich ja verstehen, das war glaube ich immer mit viel Herzblut gemacht und ist dann aber auch so Nischenprodukt, dass es finanziell immer schwierig ist. Ich hätte durchaus mehr für mein Abo gezahlt, wenn das den Weiterbestand gesichert hätte, aber da war ich glaube ich in der absoluten Minderzahl. Der Tenor meiner Twittertimeline war nämlich (verkürzt): “De:bug macht zu, wie doof, hab ich immer gerne im NETZ gelesen, Heft hab ich nie gekauft”. Kostenloskultur,my ass. Die 36 Euro hättte es euch doch wert sein können, das ist ein Abend im Club. Gerade die kleinen Anbieter sollte man unterstützen.

Tja, schade. Wirklich. Ich werde die de:bug wirklich vermissen, es gibt für mich derzeit keine andere Publikation (print oder online), die ein derart breites Themenspektrum – von Netzpolitik, den fantastischen Modesteecken, Musik bis hin zu Techniknerdkram – an einem Ort sammelt und verbindet, nicht umsonst war es die Zeitschrift für elektronische Lebensaspekte – den Ausdruck mochte ich immer sehr, da es auch genau meine “Nische” abdeckte. #ElektronischeLebensaspekte – das wäre auch ein prima Hashtag für mich für das nächste Barcamp :-). Hoffentlich wird es online noch weiter Texte geben, werde da gleich mal ein paar mehr feeds in meinen Feedreader packen und habe auch schon alle pdfs in meinen Downloadqueue gestellt. Das war auch einers der Sachen, die die de:bug so besonders mach(t)en – alle alten Ausgaben (seit 48) sind kostenlos auf der Homepage online, als pdf. Noch – also holt sie euch, solange es noch geht.

Was bleibt? Mein de:bug T-Shirt (Foto – auch wenn ich bei der blogst mit der Fotoqualität kein Lob bekommen hätte :-)), die Major Lazer CD, die ich in einem Leserpoll gewonnen habe, die Erinnerungen an 15 gemeinsame Jahre – und die Hoffnung, dass es vielleicht online noch weitergeht. All den Autoren und den Herausgebern wünsche ich alles gute und VIELEN DANK für die ca. 170 Ausgaben, die ich lesen durfte!

Die de:bug hat auf Ihrer Webseite die Reaktionen auf die Einstellung gesammelt, hier ist das Statement zur Einstellung selbst.

Gavin Extence auf der Litcologne

Zum Abschluss der ereignisreichen Woche ging es in den Klaus-von-Bismarck Saal des WDR zur Lesung von Gavin Extence. Den kannte ich bis jetzt noch nicht, sein Erstlingswerk bzw. die Lesung war aber so gut, dass er auf meine “zu Lesen” Liste kommt. Begleitet wurde die Lesung von zwei Gebärdensprachdolmetschern, das war das erste Mal auf der Litcologne, dass ich das gesehen habe, fand ich super!

Darkside, Blogst und John Niven – eine volle Woche

Eigentlich wollte ich ja über das Ende der de:bug bloggen *sniff*. Kommt aber noch. Eigentlich wollte ich bei Genussgiers Blogparade mein (Lieblings-?)Gericht einreichen. Muss warten.

Warum? Keine Zeit! Die Woche war so vollgepackt, dass ich – neben den Zahnarztterminen, über die ich lieber den Mantel des Schweigens decke – es nicht schaffe (sic!, Schwabencontent, der wird mit dem Lieblingsgericht noch fortgeführt), neben all den Ereignissen der Woche auch noch die anderen Sachen zu bloggen….

Darkside. imipressionen hat da schon Ihre Kurzversion geblogged – ich hab da ein ähnliches Fazit. Wir haben ein Konzert von Nicolas Jaar im Rahmen des “8 Brücken” Festivals letztes Jahr in der Philharmonie besucht und das fand ich super. Die Location passte, man konnte im Sitzen der Komplexität der Musik gut folgen, das war ein stimmiges Konzert. Als wir dann gefragt wurden, ob wir zu dem neuen Projekt von Jaar – Darkside – mitgehen wollten, habe ich daher nicht gezögert, sondern gleich zugestimmt; auch da das Darkside Album in den Top 5 der De:bug Jahrescharts zu finden war. Im Gloria angekommen war das Setting per se durchaus stimmig, das Bühnenbild minimalistisch aber “sophisticated” mit dem Spiegel, am Anfang auch sehr dark (ich vermute pun intendet).

Leider haben mich da zwei Sachen zunehmend gestört, die auch beide zusammenhängen: – eben das Setting im Gloria und der 80iger Dire Straits/Pink Floyd Sound. In der Philharmonie hätte der Sound sicher funktioniert und ich hätte da auch konzentrierter zugehört, aber das Publikum hatte eine andere Erwartungshaltung. Sobald auch nur ein gerader Beat unter den Sound geschoben wurde, gab es kein Halten mehr und es wurde getanzt, als wären gerade 130 bpm am Start. Ekstatische Moves, “wave your hand in the air”, das volle Programm. Gut, man kann auch sicher auf James Blake Jumpstyle tanzen und die Crowd hätte das auch hinbekommen, aber das passte einfach nicht. Schade, ich mag die Platte wirklich gerne an einem ruhigen Wochenende….

Am Samstag dann die Blogst. Ich hatte schlauerweise vor der Anmeldung auf Twitter nachgefragt, ob man auch mit unseren unhippen “Wald-und-Wiesenblogs” teilnehmen kann – war kein Problem. Ich hätte schlauerweise mal nachgefragt, ob es eine Männerquote gibt 🙂

Gab es in der Tat – unter anderem durch mich. Wir waren zu dritt. Bei ca. 60 Teilnehmern – oder besser Teilnehmerinnen. Als ich den Raum betrat, war ich erst mal leicht unter Schock – nicht wegen der netten Mitbloggerinnen, sondern da ich keinen anderen Mann entdecken konnte. Als dann noch die anderen beiden auftauchten, entspannte das die Lage etwas. Bei der Vorstellungsrunde habe ich spontan als einen meiner Hashtags #outnumbered genommen – merkte aber auch, dass hier schon die Grenze zu meiner “normalen Filterbubble” erreicht war (und ja, das Album ist von 2004). imipressionen und auch silvernerd nutzen in Ihrem Beitrag den Begriff und das war auch mein Eindruck – und das spannende an der Blogst – es gibt ein Leben ausserhalb meiner Internet-Filterbubble, das ich so nicht wahrnehme. Ich tummle mich primär in den Netpolitik/IT/Nerd/Musikecken des Netzes (und offline) und auch wenn ich bewusst versuche, das Blickfeld offen zu halten, gibt es doch wohl einige blinde Flecken. Ich kann mich nur wiederholen, ich fand es super, das zu sehen. Normalerweise kenne ich die “andere Seite”, Konferenzen/Veranstaltungen, berufliches Umfeld, bei denen Männer in der grossen Überzahl sind – und auch wenn mir auf der Sigint und dem C3 (trotz der gerade dort echt überflüssigen Creepercards) nur offene Leute begegnet sind, kann ich glaube ich jetzt besser einschätzen wie es ist, wenn man deart in der Unterzahl ist ;-). Ich fand es auch spannend zu sehen (siehe auch WP absichern Slot), wie unterschiedlich die Wahrnehmung des Internets und seiner Services ist – ich bin da dann doch eher auf der Infrastruktur +1 Ebene unterwegs, die meisten Teilnehmer sehen das – so meine Wahrnehmung – einfach als Services, die man nutzt. Ganz guter Reality Check.

Ich war bei der (zurecht) weithin gelobten Sketchnote Session von Frau Hölle – auch wenn ich dort von imipressionen für mein Bild derbe gedisst wurde.

Anschließend habe ich das erste mal nach gefühlten 20 Jahren mal wieder was gebastelt und hier die erste aktive Diskriminierung gegen mich festgestellt. Die Mädels haben mir offensichtlich so wenig zugetraut, dass ich als EINZIGER die Kinderschere bekommen hatte. #Aufschrei.

Darkside, Blogst und John Niven - eine volle Woche

Essenspause! Das war durchaus lecker, aber leider auch mit ein kleiner Kritikpunkt: Mal im Ernst – nur EIN Schokokuchen für 90 Teilnehmer? Da war Selbstbeherrschung angesagt, auch wenn es sonst genug zu futtern gab 🙂

Nach der Pause ging es dann zum WordPress-absichern. Ja, ich bin bei Tumblr, aber wir planen einen Umzug auf wp und ich bin da auch beruflich interessiert. Weniger das Thema selbst als die Kommunikation und die Art der Wissensweitergabe, Awarness zu erzeugen in zielgruppengerechter Sprache. Wie oben schon angedeutet, bewege ich mich da einfach in einer Filterbubble und setze ggfs zu viel Grundwissen voraus, ich hätte weder brute force erklärt noch einiges anderes. War ganz gut, um da nochmal seine Kommunikationsstrategie zu überdenken und an die verschiedenen Empfänger anzupassen – das hat die Daniela wirklich gut gemacht!

Dann iPhone Fotografie – und der nächste Riss in der Filterbubble Matrix 🙂 Da hörte ich dann “lieber eine Woche keinen Blogeintrag statt ein schlechtes Foto” oder “kein Instagram Bld auf dem Blog”. Damn, da verstosse ich regelmässig gegen beides, aber ich glaube dass hier auch die Themenauswahl des Blogs relevant ist. Mein Fokus ist einfach nicht das Visuelle. Kann aber durchaus verstehen, gerade wenn man auch Pinterest beschickt, dass das für die meisten anwesenden Blogs wirklich relevant ist.

Zum Abschluss dann die Session, die mein Nerd/Geek Herz angesprochen hat – die Stadtbibliothek und Ihre coolen Gadgets. EIne Brainstorming-Session, wie man da noch mehr Aufmerksamkeit/Use cases generieren kann – und ich kann mir vorstellen, dasss das gerade für eine städtische Institution nicht so einfach ist. Die haben echt coole Gadgets und Aktionen da, von 3d Drucker/Scanner bis hin zu GPS devices und vieles mehr. Ich werde definitiv das Blog der Bib in den Rss Reader werfen und habe auch bei Twitter schon auf follow geklickt – und das solltet Ihr auch machen! Und wenn Ihr coole Ideen für Aktionen da habt, sind die glaube ich auch durchaus offen, was mit Euch zu machen, also seid kreativ!

Danach ging es auf die MS Rheinenergie zu John Niven – das war nach der Absage von Arundhati Roy mein Highlight der litcologne-Planung. Die Bücher von John Niven (Coma, Kill your Friends, Gott bewahre) mag ich wirklich gerne, ist allerdings keine leichte Kost und durchaus spezieller Humor. Wir waren vor ein paar Jahren schon mal bei einer Lesung, der schottische Akzent ist doch sehr ausgerprägt und nach dem langem Tag war es nicht so einfach, John zu folgen. Als deutschsprachiger Support waren Bela B. und Nagel dabei und das war auch so ein bisschen der einzige Haken bei der Sache – der Bela B. Fanclub, der sich eher nicht für John und seine Lesung interessierte, sondern nur da war, um Bela mal aus der Nähe zu sehen. War trotzdem eine prima Lesung, freue mich schon auf das neue Buch von ihm (ist das nächste auf der Leseliste für mich).

Jetzt gehts zu Bjarne Mädel und Gavin Extence im Klaus-von-Bismark Saal.

Ereignissreiche Woche

Eigentlich wollte ich für die Lieblingsessen-Blogparade einen Beitrag schreiben, aber die Woche war soviel los, daß ich das erst nächste Woche hinbekomme.ICh habe mir aber schon etwas dazu überlegt.

Zuerst hatten wir spontan unsere erste Rollertour 2014 unternommen – mit beiden Rollern, was ca 5 Minuten Kickstart-Einsatz bedeutete – aber immerhin sind beide gestartet – da war ich mir bei der Vespa ja nicht so sicher. Diese Jahr würde ich gerne – wenn das Wetter und die Zeit mitspielt – mit imipressionen auch mal ein Wochenende eine Rollertour machen – so richtig mit Übernachtung und etwas weiter weg.

Dann waren wir natürlich noch beim #effzeh. Als Dauerkarteninhaber sind wir ja Kummer gewohnt, aber gegen den Tabellenletzen in der 60. Minute ein Gegentor zu bekommen war dann doch ein Stimmungskiller. In den letzten Jahren wäre die Mannschaft auch nie zurückgekommen, ich hatte aber ehrlicherweise auch diesmal die Hoffnung schon aufgegeben, als das 1:1 fiel. Die 3 Mnuten zwischen 0:1 und 2:1 – auch mit der Großchance von Cottbus dazwischen – gehört sicher zu den intensivsten Stadionerfahrungen bisher, ich kann mir gut vorstellen, wie es Dortmunder Fans in der letztjährigen Championsleague erging.

Gestern waren wir dann im “Grand Hotel Budapest”: Grossartiger Film! Eine Mischung aus einem Pop-Up Buch, skurriler Geschichte, extrem liebevollen Details (die Strickleiter, die Werkzeuge), tollen Schauspielern (dich ich nicht alle erkannte) und einer guten Story. So macht Kino echt Spass (wir waren im Residenz, hat sicher zum Erlebnis beigetragen) und es ging dann gut gelaunt ins Bonjour Saigon (Stadrevue, KSTA) – das ehemalige Cyclo ist umgezogen. Das Essen ist immer noch gut, vielleicht sogar noch besser als vorher – aber bedingt durch die Lage ist gefühlt deutlich mehr los und daher mussten wie etwas länger auf einen Tisch warten, was uns dann unter Zeitdruck setzte, da um 22 Uhr schon Brandt Brauer Frick im Gloria begann. Das haben wir nicht ganz geschafft und ein/zwei Songs am Anfang verpasst.

Das Konzert war vom Konzept her ganz spannend, elektronische Musik gespielt/erzeugt mit klassischen Instrumenten (Harfe, Tuba, Posaune, Geige, Cello, Marimba, Klavier, Schlagzeug, Percussions) und dem WDR Chor. Wir waren letztes Jahr auf einem ähnlichen Konzert, damals war es Dubstep mit dem WDR Synphonieorchester – da funktionierte das super. Diesmal nicht ganz/immer, da der Chor von der Musik übertönt wurde bzw sich nicht durchsetzen konnte – vor allem an den Stellen, an denen mit mehreren Stimmen gesungen wurde. Wenn der Chor als ganzes sang, war das schon passend und beeindruckend, ansonsten aber live etwas dünn. Es wird – so habe ich verstanden – eine CD geben, mal sehen wie es da sauber abgemischt klingt. Wenn Brandt Brauer Frick allerdings mal ohne (oder auch partiell mit dem ganzen Chor) Songs spielte, dann war das richtig gut, das hat echt gerockt. Auch wenn uns ein Freund mitgeteilt hat, dass das (Crossover) so 2002 und langweilig wäre 🙂

Und dann hat zu guter Letzt #flausch, unser Doofkater noch für leichte Aufregung gesorgt, als er stolz eine Maus präsentierte und Lob erwartet – was er von imipressionen nicht wirklich bekommen hat 😉 Zudem haben wir nach ca. 2 Jahren Bedenk- und Überlegzeit uns endlich für einen Badplaner und auch eine Neugestaltung des Bads überlegt, jetzt müssen wir nur noch die Baustelle überleben…