Der Nachtisch – #cookmalda 2020

Worum es geht, könnt ihr hier lesen!

Der Nachtisch:
Chicoree-Eis, Panko-Cookie mit Honig/Nuss-Topping und karamelisierter Orange
Chicoree, Mandel, Cashew, Walnuss, Panko, Honig, (Parmesan) 6/15Der Nachtisch - #cookmalda 2020Ich hatte in der Übersicht schon angedeutet, dass ich mir den Nachtisch einfach machen wollte – Granola mit dem Kram, der sonst übrig ist, dann noch Honig und einen Joghurt – fertig ist der Nachtisch, den wir so ähnlich auch in Albanien bekommen hatten (und damit hätte ich noch eine Urlaubsreferenz eingebaut). Nachdem aber alle im Chat mit Eismaschinen anfingen, hatte ich dann doch was anderes überlegt, wobei ich zwischenzeitlich eigentlich einen Frischkäse aus Mandeln machen wollte. Dazu hatte ich noch Chicorée übrig und ich überlegte, wie ich den in den Nachtisch integrieren könnte. Da gibt es einige Ideen mit Orangen, wobei da der Chicorée meist nur erweiterte Deko ist. Von daher war mein Vorgehen ähnlich wie bei der Trüffelbutter – was ist das abwegigste für einen Nachtisch, was mir damit einfällt? Klar, ein Eis. Schnell mal gegooglet und ja, das könnte gehen, auch wenn ich mir dafür nicht extra einen Eismaschine kaufen würde. Dazu essen wir zu wenig Eis, da ist das dann gegebenenfalls etwas kristalliner, aber das war auch für mich eher ein proof of concept , ob das überhaupt schmeckt.

 

Von daher – mein Chicorée Eis

Als Vorlage habe ich die die zwei Rezepte (1, 2) genommen und kombiniert, hier findet ihr meine Hybridversion.

Zutaten:
2 Chicorée
300 ml Milch
200 ml Sahne
80 g Zucker
1 Prise Salz
1/2 unbehandelte Orange
2 Eigelb

Den Chicorée waschen, in Scheiben schneiden und zusammen mit der Milch, der Sahne, dem Zucker und dem Salz aufkochen und dann bei 80 Grad länger simmern lassen. Die Orange mit dem Sparschäler schälen und in die heiße Chicoréemasse geben – im Original nehmen die ein Stück, ich hatte die halbe Orange geschält. Noch etwas weiter auf dem Herd vorsichtig erwärmen (ich hatte hier die Induktionsplatte im Einsatz mit dem Milchaufwärm-Programm, insgesamt so circa 45 Minuten). Alles abkühlen lassen und gut abgedeckt mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen – ich habe dem ganzen knapp 24 Stunden gegeben, um auch wirklich durchzuziehen. Die Rohmasse war schon ganz gut, die Orangennote ergänzte sich ganz gut mit dem Chicorée – wobei der durchaus mehr im Vordergrund stehen könnte – von daher könnt ihr euch überlegen, drei Chicorées zu verwenden.

Die Masse aufkochen und nochmal 15-30 Minuten bei 80 Grad warmhalten, durch ein Sieb geben und den Chicorée gut ausdrücken. Das Eigelb in einer Schüssel verrühren. Die heiße Masse unter Rühren langsam dazu gießen und auf der Induktionsplatte bei 80 Grad (im Original: im Wasserbad) solange rühren, bis die Masse dicklich und sämig wird. Das hat ziemlich gedauert, am Anfang hatte ich starke Zweifel, dass das funktioniert. Abkühlen lassen und in eine vorgekühlte Schüssel (oder GN Behälter mit Deckel, ich hatte beides getestet) in die Tiefkühltruhe stellen.

Das Eis gefrieren und bis zum Servieren im Eisfach fest werden lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren. Nach etwa einer Stunde ist die Eismasse angefroren und sollte alle 20 bis 30 Minuten umgerührt werden. Nach ca 4-5 Stunden ist das Eis dann fertig. Wie schon gesagt – ohne Eismaschine wurde das leider doch etwas kristallin, der Geschmack war aber gut – eine schöne Kombination aus dem bitteren Chicorée und der süss-sauren Orange. Dazu habe ich noch die Restorange filetiert und mit etwas Zucker und Wasser karamellisiert und dazu serviert. Zitat der Testesserin: „Das erinnert mich an irgendwas Leckeres“. Tjanun.

Da fehlt dann nur noch die Crunch-Komponente – und ich wollte auch unbedingt nochmals etwas mit dem Pankomehl backen. Von daher gab es dann zum Eis Panko-Butter-Cookies mit einem Nuss/Honig Topping.

Panko-Cookie mit Nuss/Honig Karamell-Crunch

Inspiriert durch dieses Rezept für die Cookies
Zutaten:
120 g Butter (Raumtemperatur)
50 g Puderzucker
1 Beutel Vanillezucker
100g Mehl (ich hatte das Vollkornmaismehl aus Albanien genommen)
60g Pankomehl

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, die Backmatte nicht schon mit auf das Backgitter legen, sondern draußen lassen – die wird sonst zu warm und euch zerfließt der Teig, bevor ihr ihn in Form drücken könnt – für euch getestet.

Die Butter schaumig schlagen, dann den gesiebten Puderzucker und den Vanillezucker dazugeben und noch ein paar Minuten verrühren. Mehl und Pankomehl dazugeben, weiter rühren, bis der Teig eine feste Masse ist.

Ähnlich wie bei der Vorspeise den Teig mit zwei Esslöffeln zu einem Nocken formen, auf die Backmatte und zu einem Cookie platt drücken.

Dann ab in den Backofen, nach 7-9 Minuten mal umdrehen (ihr merkt schon, wenn das zu früh ist, denn dann ist der Cookie noch zu weich und das klappt eher mässig *hust*), dann noch mal 4-7 Minuten backen, bis die dann fertig sind. Meine erste Ladung war tendenziell zu lange drin und zu braun…

Honigkaramell:
140 g milder Honig
40 g Butter
75 g Walnüsse
75 g Mandeln
75 g Cashews
1/2 TL Zimt (ich habe Zimthonig genommen, aber der ist eher kein Standard in der Küche)
1/2 Vanilleschote, das Mark oder Vanilleextrakt (Vanillezucker als low cost müsste auch ganz gut gehen)

Der Nachtisch - #cookmalda 2020

Für den Honigkaramell den Honig in einer Pfanne erhitzen bis er sich leicht verfärbt. Die Butter, Zimt(honig) und Vanille unterziehen, dann gehackte Nussmischung unterheben und einige Minuten köcheln lassen, bis es sich verdickt.

Gut 1 Teelöffel der heißen Masse vorsichtig auf je ein abgekühltes Plätzchen geben (hier schnell sein, denn sonst habt ihr einen Karamellklumpen in der Pfanne) und vollständig erkalten lassen. Ich hatte noch etwas Karamell übrig – einfach jeweils einen Löffel davon auf eine Backmatte geben, das ist ein super Karamellsnack!

So, das war mein #cookmalda und ich bin extrem gespannt, was die anderen so gemacht haben!

Ach ja, Outtake beim Dessert (siehe Vorspeise) war der Parmesancracker, den habe ich nur zur Deko aufs Eis, den braucht man nicht wirklich (aber ich konnte da Parmesan und Panko mit unterbringen)…

Parmesan Cracker:
Zutaten:
50 Gramm grob gehobelter Parmesan,
1 EL Panko,
Pfeffer
Das alles mit der Hand vermischen, in kleinen, platten Häufchen in den mit 180 Grad vorgeheizten Backofen und nach ca. 10 Minuten sind die fertig.

Das war eine wirklich spassige Aktion, die auch den Nerd in mir geweckt hat – vielen Dank an Schnoerpsel für die Organisation!

Die Vorspeise findet ihr hier, den Hauptgang hier

Veröffentlicht von davednb

bloggt - mit Pausen - seit 2004. Im Netz seit 1993. Mochte damals Gopher mehr als Http - denn Bilder im Internet braucht(e) ja keiner. Oldschool, baby!

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