Streetfood Festival Köln – lecker wars!

Streetfood Festival

[leider etwas verspätet, dank Dienstreisen und tödlicher Männergrippe. Hust. HUSTHUSTHUSTHUSTHUST].

Martin und Till hatten zum Bloggerrundgang eingeladen und wir waren gerne mit von der Partie – vor allem konnten wir dadurch auch die laaange Schlange etwas vermeiden :-). Das allerdings nicht komplett, denn dieses Mal waren wir zweimal auf dem Streetfoodfestival, und am Samstag abend war die Schlange dann doch etwas länger.

Aber ein kurzer Rückblick: Das war das 3. Streetfoodfestival für mich – das erste im Odonien war glaube ich auch das erste überhaupt in Köln. Da waren die Schlangen noch viel länger – wir warteten gute 2 Stunden vor dem Odonien – und vieles auch schon ausverkauft, da die Anbieter noch keine Erfahrungen hatten, wie hoch die Nachfrage sein würde. Beim 2. Mal fand das Festival schon in Jack in the Box statt, grösser, viele neue Sachen dabei, aber auch einige(s) Bekannte(s).

Nun das 3. Mal. Am Samstag Abend ging es zu den Käspätzle, dem Sandwich vom Iberico und es gab Piroggen.
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Auf die Spätzle war ich sehr gespannt. Als gebürtiger Schwabe habe ich mich natürlich gefragt, wie die Anbieter frische Käspätzle machen wollen. In unserem letzten Skiurlaub war ganz gut zu sehen, wie eine Massenkässpätzleproduktion sich auf den Genuß auswirken kann – so gab es dort fertige Röstzwiebeln, die Spätzle waren trocken, etc. Nicht so auf dem Streetfoodfestival im Speisewagen.

uynqCaLkaImjnNlr.jpgDer Eigentümer Uwe hatte nicht nur einen alten UPS-Truck aufwändig restauriert, sondern sich auf einen Aufsatz bauen lassen, so dass die Spätzle frisch vor Ort gekocht werden, danach werden sie noch durch 3 Sorten Käse gezogen, bevor man dann die frischgeschmorten Zwiebeln dazugibt. Das war wirklich lecker, gerade auch mit den Schweinebäckchen dazu! Der einzige Wermutstropfen ist hier ggfs., dass die Spätzle schon gut stopfen, so dass man nach einer Portion nicht mehr wirklich viel anderes probieren kann.

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Das Sandwich vom schwarzen Schwein war lecker, das Fleisch war ganz toll, aber die restlichen Zutaten ergaben eine etwas lakritzige Note. Die Piroggen von Pankowlaski waren auch nicht schlecht, bin aber da doch eher Gyoza-Fan, wenn ich wählen müsste – wobei die Merrettich-Rote Beete Creme total lecker war!
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Am nächsten Tag war dann die Bloggerführung, natürlich startete diese am Kaffeestand (war ja auch ziemlich füh :-)), bevor es zu J.Kinski ging.
Hatte ich schon mal beim letzten Streetfoodfestival ausprobiert, war damals schon für mich das Leckerste neben dem Cidre Steak (um ehrlich zu sein sogar das beste überhaupt, da beim Cidresteak noch ziemlich viele Senfkörner dabei waren ;-)). Leider habe ich von den Erklärungen (eigenes Brot, Bio-Rindfleisch…) nicht zuviel mitbekommen, aber der letzte Eindruck wurde bestätigt – das war richtig gut!

1. Station: Kinski Sandwiches

1. Station: Kinski Sandwiches

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Danach ging es zu den Ol Spice Boyz. Die wollte ich schon das letzte Mal probieren, aber da war das Wetter zu mies für den Aussenstand. Die Boyz haben mich begeistert. Die Zutaten sind wirklich sehr sorgfältig und liebevoll ausgewählt, ebensoviel Sorgfalt wird in die Grundmarinade gelegt, die ähnlich wie ein guter Sauerteig als dauerhafte Grundlage dient – ich hoffe wirlich, dass das noch für sehr lange der Fall ist. Aber was war das denn genau? Crispy Pork Belly Thai Style – langsam gegarter (30 Stunden, 62 Grad) Schweinebauch, danach fritiert.

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dOQjbZT4r04Sctt0.jpgSorgfältig gewürzt mit frischen Kräutern. Ich bin kein grosser Korianderfan – aber das harmonierte alles sehr gut auf dem Teller, ebenso die Auberginen. Mag ich normal gar nicht – das waren die besten, die ich je gegessen habe (schlägt auch das Piemont und deren Auberginen) und hat mich alles sehr begeistert. Leider war die Laksa alle, aber als „Add-on“ gab es noch Chickenwings.
Zusammenfassend: die Boys haben ganz viel aufgetischt, von dem ich nicht sicher war, ob ich das mag (lies: das ich eigentlich nicht bestellen würde) – Schweinebauch, Koriander, Aubergine, chickenwings. Nur beim Lesen auf der Karte würde ich immer zu Rinderfilet, Iberico, Pulled Pork oder Hotdog greifen – aber das war alles, alles, alles empfehlenswert und lecker. Ich will nicht sagen, dass es der beste Stand war – dazu ist die Konkurrenz doch zu gross – aber die waren sicher in meinen Top 3. Nicht nur dieses Streetfoodfestivals, sondern von allen – gerade weil sie mich überascht haben und es auch schafften, mir Essen schmackhaft zu machen, dass ich normal nicht bestellen würde. Ganz groß, da werde ich definitiv wieder mal vorbeischauen!

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Danach ging es zum Mexikaner – Los Carnales. Auch hier gab es eine Einführung in das Essen und die verwendeten Produkte – auch hier große Sorgfalt in eben diese. Danach ging es dann ans Testen – und das war auch lecker – es gibt Tacos und Quesadillas. Bisher war ich noch nie an dem Stand, da die Schlange so lang war – aber ich weiss jetzt auch, warum! Vergesst all das Convenience Mexican food aus dem Supermarkt oder vom lokalen all you can eat Mexikaner. Das hier ist zehnmal besser! Was ich auch wirklich gut fand war, dass man ähnlich wie bei dem Piroggen- die Salsa selber wählen konnte. Ich fand die Mangosalsa am leckersten. Das ist auch die offiziell schärfste. Es gibt unter der Theke noch eine richtig richtig richtig scharfe Sosse, aber an die habe ich mich doch nicht getraut.

Zunge!

Zunge!

Wenn Ihr Euch den Gaumen verbrennen wollt – einfach fragen. Danach gab es – für Interessierte – noch eine Spezilität – gekochte Zunge. Dazu wurde eine rote Sosse empfohlen und die Zunge wurde kleingehackt mit Limone serviert. Fand ich auch gut, bevorzuge allerdings das andere, das war richtig lecker!

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Little Munchkin habe ich ausgelassen, da gibt es fritierte Schokoriegel. Hatte ich schonmal, ist für mich eher ein einmaliges Ding – paniertes Fett in Fett fritiert – und so mächtig ist das dann auch. Ich hatte damals die Wundertüte, also waren da Oreos, Kitkat und Snicker drin. Kann man mal machen, gibt auch nette Bilder, aber für mich kein Wiederholungsfall.

Das Wodkatasting bei Pankowalski hab ich übersprungen. Ich glaube, für die meisten kam das nach dem Little Munchkin ganz passend 😉 – da ich aber kein Alkohol trinke, war ich da raus…

Honigwodka am Morgen für @princesscgn

Honigwodka am Morgen für @princesscgn

Zum krönenden Abschluss ging es noch zur fetten Kuh/dem Wurst case szenario. Ich war schon sehr auf den Trailer gespannt, der Latenightblock hatte zuvor schon fleissig Bilder im Internet gepostet – auch Bilder von dem Essen – und ich wollte unbedingt alles probieren.

Die Hotdogs waren richtig, richtig lecker, ich hatte den Chili, Chorizo und den normalen (den Weisswurst hab ich ausgelassen, das war eher was für imipressionen). Es gab (natürlich) das schwarze Bun, Chili, Sauerkraut, alles was ein guter Hotdog braucht – und das waren exzellente Hotdogs.

Jetzt zum #Wurstseppel

Jetzt zum #Wurstseppel

Wie hieß es so schön zuvor: Wir dürfen hotdogs nicht Ikea überlasssen! Das war mehr als eine Kampfansage – das war wie Bayern-HSV, mit fliegenden Fahnen gewonnen. Es ist dann eigentlich auch überflüssig, den SoftshellCrab Burger zu erwähnen – gewohnt außergewöhnliche und kreative Fette Kuh Qualität, der war auch wirklich lecker – und wir konnten uns sogar noch das „Rohprodukt“ ansehen. Zum Abschluss gab es noch einen Cheesecake. Needless to say dass der auch lecker war 🙂 Streetfood at is best!

Die Hotdogs vom @thewurstcase sind richtig lecker! #streetfoodfestival

Die Hotdogs vom @thewurstcase sind richtig lecker! #streetfoodfestival

Als Fazit bleibt: ich war schwer beeindruckt von der Führung. Streetfood/Fastfood hat ja schnell den Stempel, kulinarisch eher einfacherer Qualität zu sein – das war/ist hier defintiiv nicht der Fall! Die Stände haben alle wirklich sehr viel Augenmerk auf die Herkunft der Produkte gelegt, hohe Qualitätstandards und auch viel Sorgfalt bei der Zubereitung/Planung gezeigt. Ich hoffe mal, dass sich das noch etwas hält und ich noch ein paar Stände ausprobieren kann, die ich diesmal nicht geschafft habe 🙂 Es ist auch wirklich lustig, mit einem Haufen Foodblogger auf so einem
Event loszuziehen – da ist man nicht alleine oder wird belächelt, wenn man vor dem Essen eben dieses fotografiert, sondern da sind alle erst mal mit Fotografieren und Posten beschäftigt 🙂

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Für mich gibt es nur zwei kleiner Kritiikpunkte – es gibt wenig Nachtische/Süsses und eine kleine Probierportion pro Stand (da wo es geht) wäre super.
Klar, bei Burgern wird es schwierig, aber Kässpätzle, Sandwich, etc – da sollte es möglich sein. Von daher noch ein Tipp: geht nicht alleine zum Strteetfood Festival und lasst euch die Portionen halbieren – den Hotdog einfach in zwei Teile hacken lassen (oder den Taco) – so könnt Ihr mehr unterschiedliche Sachen testen. Sollte dann noch ein Stand überbleiben, den Ihr nicht mehr besuchen konntet oder gar ausverkauft sein -> einfach nochmal hingehen, ist ab jetzt alle 4 Wochen!

In diesem Sinne vielen Dank an die Einladenden und die Organisatoren – das Festival war toll, der Rundgang war super und ich bin beim nächsten Streetfoodfestival sicherlich wieder dabei!

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Socialkram (einigermassen datengeschützt):

Veröffentlicht von davednb

bloggt - mit Pausen - seit 2004. Im Netz seit 1993. Mochte damals Gopher mehr als Http - denn Bilder im Internet braucht(e) ja keiner. Oldschool, baby!

3 Kommentare

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