Ein Flügel, Klavier, Rhodes und Roland: Nils Frahm #pianogott #copop

Nicolas Jaar, Daftpunk, Gentleman und die C/O Pop


Seit Mittwoch läuft die c/o Pop – trotz Festival-Ticket haben wir aber leider noch nicht soviel mitgemacht – work/life balance sucks sometimes 🙁

Mittwoch waren wir auf dem Gentleman-Konzert im Millowitsch-Theater. Ich war hier ja durchaus skeptisch, da Gentleman inzwischen doch ziemlich MOR ist und die letzen Male auf dem Summerjam (zu dem wir dieses Jahr leider nicht gehen können – Terminkollision mit der Sigint *sigh) dann doch sehr beliebig war. Hat aber in dem Clubkontext viel besser funktioniert als ich erwartet hatte, trotz Bestuhlung und gefühlten 45 Grad war das ein super Konzert, alle (auch die Musiker) hatten deutlich Spass und die Lokation hat doch ein besonderes Flair erzeugt.

Gestern war dann Saints go Machine geplant, hat aber nicht geklappt (siehe oben), heute ist dann Nils Frahm an der Reihe – bin hier schon sehr gespannt, ob D. einschläft 😉 Ich hoffe ja noch, dass ich/wir es schaffen, vorher noch zu Neufundland zu gehen.

Ein netter Nebeneffekt der c/o Pop (bzw des Festivalbändchens) ist übrigens, dass wir mit dem Bändchen bei Zimmermanns beats.burger einen Deal bekommen – aber zu den Burgern nächste Woche mehr, als Schwaben konnten wir uns das nicht entgehen lassen.

Zum Abschluss noch ein Bogen zu Nicolas Jaar. D. hat ja ihre Konzerteindrücke gebloggt, gestern hat Jaar mit Dave Harrington das Daft Punk Album geremixt – und das ist richtig gut (ich scheue mich noch zu sagen, dass es besser als das Original ist aber das ist schon weit vorne) geworden – hört mal rein, solange das noch bei Soundcloud ist!

Musik

Zum verlinkten Mixtape: Letztes Jahr waren wir auf dem Parov-Stelar Konzert in cgn, seitdem laufen wieder vermehrt (Elektro) Swingmixtapes bei uns und das führte auch dazu, dass wir inzwischen einen Lindy-Hop Workshop (dazu irgendwann mal mehr bei D.´s Blog) besuchten (teilweise, /me derzeit krank, sigh). Even better though: Ein DNB-Swing mixtape. Big up!

Musik (und das ganze Thema Mixtapes) ist auch das Thema dieses Blogeintrags (um trotz Krankheit nicht zu slacken ;-)) – und zwar das ein Erfahrungsbericht der technischen Infra.

In unserer ersten gemeinsamen Wohnung war das noch kein grosses [technisches] Problem. DNB ging gar nicht als Alltagsmusik (da musste ich erst mal längere Überzeugungsarbeit leisten), von daher liefen die üblichen Verdächtigen (Thievery, Massive, Kruder etc) so richtig Oldschool von CD oder LP/EP. DNB oder andere electronic beats vom Rechner im Arbeitszimmer oder auf dem Discman (wir sprechen hier von 2000/2001).

Das änderte sich mit der ersten Wohnung in Köln, war technisch aber auch kein Problem, da konnte man dann ein langes Chinchkabel vom Rechner zur Stereoanlage legen und von dem Rechner aus alle gewünschte (mit einem sich langsam änderndend Musikgeschmack, Saint Germain Konzert als Auslöser, die ersten DNB Parties als verstärkendes Element) Musik abspielen…

Mit der darauffolgenden Wohnung wurde es schwieriger, da auch die Ansprüche stiegen: Erst einmal war ein ca 8 Meter langer Flur zu überwinden, Kabelziehen war keine Option und dann war da noch die Anforderung, dass im Arbeitszimmer und im Wohn/Essbereich dieselbe Musik läuft. Das war ca 2002 nicht so einfach umzusetzen, zuerst hatten wir ein Funkübertragungssystem (eigentlich für Video, aber für Audio missbraucht), dann eine Logitech-Lösung, die Grütze war, bis wir das Logitech Bluetooth Übetragungssystem fanden – das war schon ganz brauchbar, die Mikrowelle störte hin und wieder (=immer, wenn an) die Übertragung und die Lösung war nicht aufs Bad erweiterbar – da musste dann ein Noxon2 ran. Der aber keinen WAF hatte – warum auch immer.

Die Logitech-Lösung überlebte auch den Umzug ins kleine Haus, die Limitierungen kamen aber immer mehr zum Tragen – keine Musik in die Bibliothek, Rechner muss immer an sein, Übertragung nicht immer stabil, nicht erweiterbar etc. Ein Airport Express mit Airfoil hat auch nicht wirklich geholfen, die Komplexität des Setups zu verringern, die Ansprüche stiegen.

Warum der lange Sermon – da wir seit ein paar Tagen die (für mich perfekte) Lösung haben – ein Sonos-System. Auslöser war, dass D. ein Sonos Play 3 bekommen konnte (haben wir dann auch wahrgenommen) und daher die Entscheidung erleichtert wurde. Also schnell noch bei ebay eine Bridge, ein Sonos Z90 und ein Sonos Z100 (ich schiele ja noch auf den Subwoofer und wollte mir den Weg nicht verbauen) geschossen, auf die Lieferung gewartet und dann umgehend aufgebaut. Die Werbeversprechnen wurden auch wirklich erfüllt- in weniger als 10 Minuten hatte ich alle Player aktiv, den Controller auf iPhone und iPad installiert und die erste Musik lief synchron in Küche und Wohnzimmer.

An sich perfekt, bis auf ein paar Punkte, die mich initial abhielten, ein Sonos zu kaufen:

– Kosten: nicht billig, aber wenn ich mir anschaue, welche HW ich bisher (erfolglos) verschlisse habe (Noxon, iTeufel, Airport Express, Logitech etc) dann relativiert sich der Preis doch etwas

– Musik: So richtig lohnt sich ein Sonos-System dann doch erst mit Spotify. Die Sonos können zwar die Musik auf dem NAS einlesen, wenn die aber schlecht/noch nicht komplett getaggt ist (I am looking at you, 1 TB Mixtapes), dann wird es schwierig. Auch was Playlistmanagement angeht.  Der ausschlaggebende Faktor war aber, dass die Sonos inzwischen auch Soundcloud-Sets abspielen können (via Hack), da dies (siehe Mixtape oben) die Hauptmusikquelle für uns ist! Technisch gesehen sind die Sonos wirklich das beste, was ich generell (nicht nur im Bereich MusikHW) gesehen habe.

Jetzt muss ich nur noch auf den SUB sparen, dann kann ich bei uns die Fenster entglasen 😉 In der Zwischenzeit kommt noch der Funksender für die JBL Control one (wetterfest) für die Terrasse dran, damit die Nachbarn auch was davon haben…

PS: Und endlich kann ich (via Sonos Radio) wieder FM.4 hören. Yeah! Und Bonobo war mal ein großes Konzert mit richtiger PA.

Heimwerkerking

Seit wir unser Häuschen haben, ist auch wieder mehr handwerkliches Geschick gefragt. Die großen Bauarbeiten machen zwar die Handwerker, kleinere Sachen wir, D. Streicht/malt sehr gerne, ich bin eher für die Vorarbeiten zuständig. Beim Umzug nach cgn haben wir von meinen Eltern ein Baumarkt-Basisset Werkzeug bekommen, Bohrmaschine, Schwingschleifer und Flex. Die brauchte ich nun zum ersten Mal, da ich das Terrassengeländer abschleifen musste/wollte. Das ging auch 2 Stunden gut, danach wurde die Flex ziemlich warm – und nach 150 Minuten Dauerbetrieb ging sie dann in Flammen auf. Für das zweite Geländer brauche ich jetzt eine neue Flex, nur welche: die Marke für 100 Euro die hoffentlich länger hält oder den Baumarktchinakracher für 13 Euro, der wieder 3 Stunden überlebt, da ich danach sowieso keine Flex mehr brauche?

Die einzig passende Hotelzimmernummer für Nerds

Security Certifications – CISSP und SABSA

Die zwei Leser des Blogs (no kidding :-)) sollten ja wissen, dass das hier kein monothematisches Ding ist, die Themen werden von #effzeh über Tech, Musik, #flausch zu eher beruflichen Themen (auf einer Meta-Ebene) alles abdecken – daher heute mal ein paar Gedanken zu den inzwischen allgegenwärtigen Seucrity-Certifications.

Auslöser? Zwei Trigger: vor ein paar Tagen habe ich im Intranet bei uns eine alte Bio von mir gefunden, auf der sinngemäß steht: macht gerade den CISSP. Nun gut, den hatte ich damals vor, noch nicht begonnen und ca 10 Jahre später sieht das fast unverändert aus. Ich hab immer noch keinen – der Unterschied: Ich hab überhaupt keine intrinsische Motivation mehr, den zu machen. Dazu später mehr.

Der zweite war ein Blogeintrag einer Security-Beraterin, der öfters in meinem RSS-Feed zitiert/kommentiert wurde – Wendy Nather: Going paperless. Summary: CISSP ist super als entry ticket um die HR Bots zu überzeugen, dass man Security wenigstens buchstabieren kann ;-), ist aber als erfahrener Spezialist wertloses piece of paper. Wim Remes, ISC board member, hat da eine andere Sicht, die ich partiell nachvollziehen kann – CISSP als Basisvokabular und zur Professionalisierung des Securitybusiness.

Kann ich nachvollziehen, bin aber eher auf der Seite von Wendy. Ich war einmal auf einer Schulung, die sich selbst als Bootcamp zur Zertfizierung sah (PMP) und da auch stark den Fokus darauf legte. Alle 15 Minuten kam dann “das ist wichtig für die Prüfung” – ich hätte aber lieber ein “das ist wichtig in der Praxis” gehört. Ähnlich ist für mich der CISSP – lerne stupide die Grundlagen auswendig, die ggfs – bei Glück – praxisrelevant sind, Prüfung ablegen, hoffentlich bestehen und dann ganz wichtig – Mailsignatur ändern und die magischen 4 Buchstaben hinzufügen. Shrug. Brauch ich nicht, ich bin jetzt 12 Jahre in der Security, der Türöffner sollte also dasein.

Warum ich aber überhaupt darüber dann blogge? Da ich einen anderen Artikel diese Woche gelesen hatte:  A more positive and comprehensive SABSA Strength-in-depth Strategy [Extending SABSA’s Strength-in-Depth Strategic Controls].

Sabsa? Sherwood Applied Business Security Architecture – die einzige Zeritifzierung, die ich habe – fast, da ist noch der QualysGuard Certified Specialist, den ich auf einer Qualys-Tagung, bei der ich einen Vortrag hielt, nebenbei mitgemacht habe und das Itil-Foundation certificate, das lief on-the job.

Sabsa fand ich super. Die Schulung war zwar auch im bootcamp-style – eine Woche Infos in den Kopf ballern, aber nicht nur. Es gibt da zwei Differenzierungen und Ansätze, die für mich neu waren:
1. Die konsequente Ausrichtung auf das Business und deren Anforderungen. Security nicht als technische Maßnahme ganz am Schluss, sondern an den Anforderungen des Unternehmens ausgerichtet und zielgerichtet implementiert, anhand des Risikoapettits. Wer kennt nicht die lästigen “ich muss hier alles zu 120% dichtmachen” old-scholl security Diskussionen, die aber 10 andere, für das business relevantere Risiken nicht schliessen und dafür aber unverhältnissmäßig Aufwand generieren? Dann noch das Modell, um eben die Anforderungen granular auf Kontrollen herunterzubrechen, sowohl technische als auch auf Prozessebene.
2. Die positive Sicht auf Security (wird in dem verlinkten Blogeintrag etwas näher erklärt). Jede security control ist nicht nur preventive zu sehen, sondern auch enabled etwas. Das ist echt schwierig zu verstehen und umzusetzen, wenn man 10 Jahre als Mordor, the preventer of business unterwegs war. Ein Mindset, den ich übrigens immer noch bei ca 90% der Kollegen im Business sehe – egal in welchem Unternehmen. Seine Einstellung zu ändern und nur die Risiken zu sichern, die das Business gesichert sehen will ist schwierig. Noch schwieriger, diese postive Sicht ganzheitlich auf Security anzuwenden – lest auch mal den Blogeintrag.

Die Prüfung zielt dann auch nicht auf das Abfragen von stupide auswendig gelernten Fakten ab, sondern versucht – trotz multiple choice – zu erkennen, ob man die Konzepte auch wirklich verstanden hat. Der Foundation level ist auch erst der Anfang, spannender wird es als practitioner (plane ich mal für 2014) bis hin zum Master.

Für mich ist der SABSA derzeit die interessanteste Zertifizierung am Markt, sollte man schon etwas Berufserfahrung besitzen, sich eher auf einer strategischen/Architekturebene weiterentwickeln wollen und bereit sein, sein traditionelles Weltbild in Frage zu stellen. In der Schulung habe ich glaube noch nie so oft ein “begründe mal die Maßnahme aufgrund der Anforderungen, best practices sind bullshit” gehört – und noch nie so oft auch wirklich über die gewohnten security controls nachdenken müssen. Highly recommended – ich war übrigens bei LearnSabsa – da unterichtet David Lynas, einer der Vordenker von SABSA. Trotz all dem Lob und der guten Meinung wird aber das Sabsa nicht meine Signatur schmücken 🙂

Ach ja, für alle Nicht-Security-affinen Leser: Super, dass ihr durchgehalten habt!

C/O Pop 2013

C/O Pop 2013

Wir haben mal wieder ein Festivalticket für die c/o Pop. Das ist ja immer eine Wundertüte – man kauft das Ticket und lässt sich dann vom Line-up überaschen. Kann klappen, so haben wir da schon super Konzerte mit M.I.A., Whitest Boy alive etc… gesehen, kann aber auch schiefgehen, wenn das Program special ist.

Heute hatte ich die Gelegenheit, das erste mal einen Blick auf die Künstler zu werden und mein erster Eindruck war:

WTF

Ich kenne fast keinen (mehr). Bin ich so alt geworden, ist der Hipstertrain an mir vorbeigezogen (f yeah!)? Klar, ein paar Highlights kann man auf den ersten Blick erkennen, Koze, Gentleman (?), Koletzki. Aber will ich dahin?

Dann noch Nils Frahm – für mich ein Hidden Gem. Das Konzert wird sicher so spannend wie das Nicolas Jaar – auch wenn das eine ganz andere Musik ist, aber mal was für den Kopf (siehe den eingebetteten Jaar-Beitrag unten).

Aber dann? Kenn ich fast nix mehr. Kann jetzt gut sein oder schräg. Risiko. An sich nichts schlechtes, neue Musik entdecken, neue (Lieblings?-)Bands. Zum Glück gibt es Soundcloud und Youtube zum “vorhören”.

Von daher – you get what you pay for – eine Wundertüte mit Musik – und ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass da noch mehr unbekannte großartige neue Sachen dabei sind, die wir entdecken können! Natürlich auch verbloggen – damit die Ironblog-Sache läuft 🙂

In der Zwischenzeit empfehle ich den oben verlinkten Jaar-Mix für einen entspannten Pfingstmorgen.

BTW, Empfehlungen für Pflichtbesuche auf dem Festival sind immer willkommen…

Kölner Im(i)pressionen: Nicolas Jaar

New kid on the blog?

Nope. Hatte schon früher (2003-2005) ein spezielles IT-Blog auf blogger, das auch als Bookmarkdump diente, das ist aber eingeschlafen und dann gab es da noch ein privates Blog mit meiner Freundin, das aber von Mai 2003 bis Juni 2010 “lebte” und dann mit den technischen Änderungen bei Blogger eingestellt wurde. Wir waren damals auch auf der blogmich 😉

New kid on the blog?

Der Ironblogger-Vortrag auf der Republica hat dann doch den Ehrgeiz geweckt: Einmal die Woche – das bekommen wir hin. Irgendwie – ist ja auch ein Motivator, sich hinzusetzten. Und ich hoffe jetzt, dass die Kölner Ironblogger sich etablieren

Also, mal sehen, ob ich wieder 7 Jahre durchhalte!