Auswärtsspiel, Teil 2

Nachdem ich vor kurzem in Leverkusen dem glorreichen #effzeh „fremdging“, war diesmal ein „korrekteres“ Groundhopping angesagt: Ich war mal wieder beruflich in Paris und diesmal klappte es endlich auch mal, dass PSG ein Heimpsiel zu dem Zeitpunkt hatte. „Korrekter“ übrigens durch die Freundschaft der Ultras – auch wenn ich das derzeit etwas mit betrübtem Auge sehe – zuviel gerüchte, dass in Gladbach auch Pariser involviert waren.

Egal, schnell die Tickets fürs Pokalspiel gegen Monaco online gekauft und mich dann mit einem Kollegen auf dem Weg gemacht, Was mir vorab schon auffiel war, dass man nur personalisierte Tickets kaufen konnte und dass die Tickets nur 5 Euro kosteten – Sitzplatz in der Kurve. Vor dem Stadion sah ich dann auch deutliche Unterschiede – viel Security, viel Polizei, wir wurden ganze dreimal kontrolliert – zuerst die Personalisierung, danach Bodycheck, dann Ticketkontrolle.

securityFand ich schon schwierig – und ich bin auch echt froh, dass wir (noch) keine derartigen Verhältnisse in Köln haben. Neben dem Einlass spielte zwar eine Band, um die Menge wohl aufzuheitern, fand ich trotzdem doof.nImTg0Sbdz38tfYO.jpg

Im Stadion wurden dann weitere Unterschiede Sichtbar – kultureller Art. Stadionwurst ist nicht, da gibt es dann Baguette und Flankuchen.  Wir sassen direkt über dem kleinen Auswärtsblock und neben den PSG Ultras – aber auch das waren nur 2-3 kleine Gruppen, die wenig Stimmung machten (machen konnten?). Vorab gab eine Mannschaftsvorstellung mit Flaggen für die einzelnen Spieler, dann ein Intro mit Dubstep für die Mannschaft – doch etwas anders als in Köln 😉

BsMMaZqzTHmk8ceN.jpgDas Spiel selbst war ganz gut anzusehen (ich bin weder Spielverlagerung noch Collinas Erben ;-)), am Anfag sehr geprägt durch viele kleine und grössere Fouls,
es wurden auch schnell persönliche Strafen für beide Teams verteilt. Zlatan hat leider nicht gespielt, von Monaco kannte ich nicht viele Spieler (einen), von PSG deutlich mehr
(vor allem auch den Brasilianischen Abwehrblock – Gruss an die WM :-)). Paris ging dann relativ früh in Fürhung und war auch das gemate Spiel hin überlegen, Monaco kam nie
wirklich gefährlich vors Tor, hatte zwar einen Lattentreffer, abwer sonst wenig nennenswerte Aktionen. Nach dem zweiten Tor von PSG war das Spiel dann realtiv früh entschieden. Was mich wunderte war allerdings, dass Paris die Angriffe meist nur halbherzig ausspielte und es auch einige Missverständnisse bei den Laufwegen gab, ich weiss nicht, ob das dem 1:1 gegen Monaco die Woche davor  im Ligabetrieb geschuldet war.

qwhFaiKaVzUzTI5U.jpgIch fand es aber trotzdem spannend, mal die Interaktion derFans zu sehen (übrigens keine Stehplätze im Stadion, deutlich weniger Ultras, weniger Gesänge) und auch mal auf den Schiri zu achten – der deutlich anders pfiff als ich das aus Deutschland gewohnt war (gelbe Karten, Handspiel)…

gSC75IR7Pia8OPkv.jpgEs hat sich auf jeden Fall gelohnt und mache ich wahrscheinlich wieder, wennn es passt – vor allem bei den Kaertenpreisen (5 Euro!). Die nächsten Auswärtsspiele habe ich auch schon im Auge:

Morgen Eisen Union gegen Lautern, dann noch dritte Liga in Grossaspach, einmal bei Fortuna und wenn es klappt und es noch Tickets gibt gerne auch nochmal PSG.

brofist

Brofists sind im Stadion strengstens verboten!

 

 

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Socialkram (einigermassen datengeschützt):

Veröffentlicht von davednb

bloggt - mit Pausen - seit 2004. Im Netz seit 1993. Mochte damals Gopher mehr als Http - denn Bilder im Internet braucht(e) ja keiner. Oldschool, baby!

1 Kommentar

  1. Ah, jetzt hab ich’s kapiert: „Frapper“ heißt wohl auch „klatschen“ – also niemals klatschen (=klopfen/hauen/schlagen), außer in die eigenen Hände.

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