Open Airs

Auf dem letzten Ironbloggertreffen hatte ich mit @mr_gnz eine kurze Unterhaltung bzgl. Open Airs.

Generell bin ich kein Fan von großen Festivals, Open Airs oder Konzerten – die einzige Ausnahme hier ist das Summerjam-Festival in Köln, bei dem es allerdings auch immer sehr entspannt zuging. Keine zugesoffenen Aggros, alle relaxed, smoothe Musik, passt.

Aber auch beim SJ gibt es ein paar Sachen, die mich stören – nicht nur die Securities, die am Einlass die auf der Homepage veröffentlichten Richtlinien/Regeln (z.B. was man an Getränken mitnehmen kann) nicht kennen und sich aufführen wie ein Minidiktator, auch die Platzsituation/das Crowdmanagement ist nicht immer optimal (wir hatten einmal eine Situation,  wie sie wahrscheinlich auch bei der Loveparade war – nur endete sie hier glimpflich ohne Massenpanik) – und dann sind da noch die deutlich gestiegenen Eintrittspreise.

Trotzdem spiele ich hin und wieder mit dem Gedanken, noch mal ein/zwei (Open-Air) Festivals zu besuchen – und nein, die Fusion ist nicht dabei.
Sondern das Melt! – die Lokation ist einfach so toll, dass cih da unbedingt mal hinwill, das Line-up sieht auch ganz gut aus – vielleicht klappt es ja 2014.

Für 2015 habe ich dann das Outlook-Festival im Blick – ein Festival, das sich auf Bassmusik spezialisiert hat. In Kroatien. Am Strand. Da. Will. Ich. Hin.

Denn da passiert dann auch hoffentlich nicht das, was mir meine Freude an Open Air Festivals (neben Line-Up, Crowd etc) etwas getrübt hat – schlechtes Wetter.

Meine zwei Lieblingsbeispiele sind  :
Strange Noise Festival 1996 mit Prodigy und den Fantas als Headliner. Nicht nur dass der Auftritt von Prodigy sich verspätete da die sich erst noch mit den Fantas einen Faustkampf hinter der Bühne lieferten, das ganze Gelände war ein matschiger Acker, nach mehreren Tagen Regen gut präpariert für ein mehrtägiges Festival. Die Besucher haben sich daher die Wartezeit damit verkürzt, zu mehreren Schlammdiving  zu machen, meine Kleidung/Schuhe war danach so gut wie nicht mehr sauber zu bekommen. Das alles wurde allerdings noch getoppt durch das

Sunflower Festvail 1997 bei Regensbrug (sic!). Geplant war ein Festival elektronischer Musik in einem Sonnenblumenfeld, mehrere Zelte als Dancefloors, gute Acts, gute Stimmung. Leider war 97 ein sehr nasser Sommer -> die Sonnenblumen wuchsen nicht wirklich hoch. Wir fuhren das Festival von Konstanz aus kommend an, waren am späten Nachmittag da und ganz froh, dass es nicht mehr regnete – im Gegensatz zu den vorherigen Tagen. Der tagelange Regen zeigte dann auch die Schwachstelle des Festivalkonzepts auf: in einem Sonnenblumenfeld gibt es keine regensichere Infrastruktur wie Wege. Das versuchten die Veranstalter noch zu umgehen, indem man – während das Festival schon im Gange war – mit Traktoren Stroh auf den vorgesehenen Wegen verteilte. Doof war nur, dass dabei die Traktoren selbst den Weg unpassierbar machten, die Reifenspuren waren 50 cm tiefe Schlammgruben (siehe Video 1:30 und 3:40).

So gegen 24-1 Uhr wurde es uns dann doch zu viel und wir wateten zum Ausgang, um nach Hause zu fahren. Auf dem Weg zum Parkplatz – einem Feldweg mit Kiesbelag – trafen wir dann noch einige Österreicher in voller Partymontur, die sich lautstark darüber bescherten, das auf diesem Kiesweg ihre Schuhe Flecken bekommen hatten – bis wir dann im Licht der Feuerzeuge unsere komplett verschlammten Schuhe und Hosen zeigten Das bewirkte dass sie sofort umdrehten und nach München fuhren, um dort feiern zu gehen 🙂

Von daher: Open Air gerne, allerdings mit der passenden Musik, Crowd und vor allem Location/Wetter 🙂

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Socialkram (einigermassen datengeschützt):

Veröffentlicht von davednb

bloggt - mit Pausen - seit 2004. Im Netz seit 1993. Mochte damals Gopher mehr als Http - denn Bilder im Internet braucht(e) ja keiner. Oldschool, baby!

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